Geschichte
Die Geschichte der Besiedlung Somalias begann vor rund 2.500 Jahren, als sich hier ein Schmelztiegel von äthiopischen, persischen und arabischen Einwanderern bildete, die im Laufe der zeit wechselnde Herrscher erdulden mussten. Die Briten, die sich ihre Seerouten nach Indien sichern mussten, waren die ersten Europäer die hier friedlich auftraten und Schutzverträge mit den damals herrschenden Clans schlossen. Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Italiener, die sich hauptsächlich an der Südostküste breit machten, und dies nicht immer friedlich. Während die Briten ihr Gebiet weitestgehend sich selbst überliesen, machten sich die Italiener ihren Bereich untertan.
Der Islam ist hier schon im siebten Jahrhundert eingezogen und hat sich seither zur alleinigen Religion emporgehoben. Und doch waren in den all den Jahren die Vorstände der verschiendenen Clans die wahren Herrscher des Landes. Die ersten zehn Jahre nach ihrer Selbständigkeit waren damals noch weitestgehend demokratisch geprägt. Als Siad Barres dann Ende 1969 durch einen Militärputsch somalischer Präsident wurde, änderte sich dies drastisch. Barre war ein Freund der Sowjetunion, an die er sich stark anlehnte, was diese ihm mit entsprechender Militärhilfe dankte. Barre hatte immer die Idee eines groß-somalischen Reiches, welches sich über die Grenzen des Landes erstreckte. Als er 1977 Teile Äthiopiens besetzte, verlor er allerdings seinen russischen Partner, der fortan die äthiopische Regierung unterstütze.
Doch zunehmende Korruption an allen Fronten und verlustreiche Kriegszüge schwächten Barres Stellung innerhalb des Landes. Nachdem er Anfang 1991 aus Mogadischu vertreiben wurde, kam es zu einem Verfall des Staates. Dagegen halfen auch nicht die Einsätze der Vereinten Nationen, die 1992 eine Hungersnot lindern wollten.
Die Teilrepublik Somaliland im Norden hatte es da einfacher, hier konnte sich ein demokratisches System über alle Clans hinweg etablieren, seit mehr als 15 Jahren ist es dort relativ friedlich.
Die Situation heute ist ziemlich verfahren. Die Übergangsregierung in Mogadischu sieht sich an allen Fronten von einer islamistischen militanten Untergrundorganisation namens al-shabaab bedroht, deren erklärtes Ziel es ist, dort einen islamischen Staat unter strenger Auslegung der Schari’a einzuführen.
