Wirtschaft
Hauptsächlich Ackerbau und Viehzucht, sowie Geld aus Überweisungen im Ausland lebender Somalier stellen heute die Wirtschaft in einem Land ohne Regierung. Da kann man leider nicht viel erwarten, zumal Kriege und Dürrekatastrophen ihr Übriges tun, um die Wirtschaft zu schwächen.
Zweidrittel der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Allein ein Viertel des somalischen Einkommens stammt aus Auslandsüberweisungen der dort lebenden Somalier.
Der ehemals florierende Fischfang ist fast gänzlich zum Erliegen gekommen, da das Gewässer von ausländischen Fischereiflotten überfischt wurde. An seiner Stelle ist Piraterie gerückt, die heute bei der internationalen Schifffahrt für Angst und Schrecken sorgt.
Der Export von Vieh zählt heute noch zu den tragenden Säulen des Aussenhandels, in geringen Mengen auch Tierhäute, Bananen und Schrott.
Alles in allem ist die Wirtschaft nahezu zum Erliegen gekommen. Kein Wunder in einem Land, welches seit mehr als 20 Jahren keine Regierung besitzt, womit das Land auf verlorenem Posten steht.
Während es in Somaliland und Puntaland relativ ruhig und gesittet zugeht, sind im südlichen Teil Somalias rund drei Millionen Menschen aufgrund der dort vorherrschenden Dürre auf humanitäre Hilfen aus dem Ausland angewiesen, die aber aufgrund der Clan-Kämpfe in und um Mogadischu, wo es einen Flughafen gibt, sich als recht schwierig erweist.
